Mein erstes BarCamp in Alfeld 2012

2010 organisierte Kai Thrun bereits das erste BarCamp in Alfeld, damals trug Kai noch die Befürchtung mit sich herum „Wer kommt für ein BarCamp nach Alfeld?“

Über das t3n-Magazin erfuhr ich über das anstehende BarCamp, welches in der Nähe zu meiner Heimatstadt Bad Gandersheim lag und war am überlegen dran teilzunehmen. Entschied mich dagegen, das BarCamp 2010 (vom 23. Juli bis 25. Juli 2010) zu besuchen. Im Nachhinein bedauerte ich meine Entscheidung, nachdem ich die positiven Berichte im Netz lass. Vorallem die Karaoke-Videos haben es mir damals angetan – seht selbst mein Favorit „Tips for making email friends“.

Mein Kommentar vom 27. Juli 2010 um 02:50 Uhr

habe gerade mal das Video „Tips for making email friends“ by @muellermm angeschaut, komme gar nicht mehr aus dem Grinsen raus habe Tränen der Freude in den Augen :freu:

Link zum Kommentar http://kaithrun.de/summercamp-alfeld-das-resumee-einer-one-man-show/#comment-4532

Video „Tips for making email friends“

SummerCamp Alfeld 2012

Das SummerCamp Alfeld 2012 fand dieses Jahr vom Freitag 6. Juli bis 8. Juli 2012 in der Jugendherberge Villa Ruhe in Alfeld statt. Die Villa Ruhe liegt wie es der Name schon vermuten lässt sehr ruhig gelegen in Alfeld. Die Jugendherberge zeichnet sich durch großzügige Zimmer, eine Außenterrasse, einen Grillplatz mit Bänken und einem großen begrünten Grundstück aus.

Am Freitag bei meiner Ankunft und am Samstag wurde Abends ausgiebig gegrillt, bei einem tollem Wetter und super Stimmung! Am Samstag morgen wurden dann gemeinsam in der Gruppe die Sessions festgelegt. Anschließend gings bereits in die Sessions.

Das SummerCamp wurde unterstützt von

Meine besuchte Sessions

Aber nun genung der Vorgeschichte, nun möchte ich kurz die Sessions – welche ich auf meinem ersten BarCamp besucht habe – vorstellen.

  • Einführung Pinterest
  • Vorstellung von Pixoona
  • Erläuterung CMS ProcessWire
  • Responsive Webdesign
  • Front End Performance
  • SEO nach Pinguin
  • Blogger 101

Einführung Pinterest

Torsten Maue stellte den Fotodienst Pinterest vor. Pinterest ist wie kann es anders sein ein amerikanischer Fotodienst, welcher das Ziel verfolgt besondere Fotos von Nutzern einzusammeln und diese mit anderen Menschen zu teilen. Selbst ist man dazu aufgerufen seine Lieblingsfotos an seine sogenannten Themen-Boards an seine Profil-Pinnwand zu pinnen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit anderen Themen-Boards oder Profilen zu folgen. Folgt man einem Themen-Board bedeutet dies, man folgt nur diesem Themen-Board eines Nutzers und nicht dem Nutzer selber. Wenn man die Logik dahinter einmal verstanden hat, ist es an sich nicht schwer zu verstehen.

Torstens Vortrag war sehr praxistauglich aufgebaut und mit einer gewissen Portion Begeisterung vermittelt. Möchte mich auf diesem Wege nochmal bei Torsten für seine Einladung zu Pinterest bedanken. Werde es vielleicht in den nächsten Tagen ausprobieren, wenn ich zu komme.

Vorstellung von Pixoona

Bei Pixoona handelt es sich um einen deutschen Fotodienst aus Wiesbaden, welcher sich darum dreht Gegenstände auf einem Bild zu taggen. Vorgestellt wurde der Dienst von Thorsten Bruck (Social Media Manager and Online Product Management at pixoona.com).

Des Weiteren wirbt der Dienst damit, dass man als Nutzer Geld mit dem Teilen von Bildern verdienen kann. Voraussetzung ist, dass sich ein Gegenstand auf dem Bild befindet – welcher wiederum in einem Online-Shops angeboten wird und man somit taggen kann. Klingt kompliziert ist aber so! Beim Taggen, wird ein Affiliate-Link zu einem Partner Online-Shop von Pixoona platziert. Sollte nun jemand über diesen Link das Produkt vom Bild beim Online-Shop kaufen bekommt man eine kleine Provision.

Update

Das Unternehmen Pixoona gibt es nicht mehr.

Erläuterung CMS ProcessWire

ProcessWire ist ein flexibles, kleines CMS – welches von Michael van Laar vorgestellt wurde. Er berichtete sehr viel über seine Erfahrungen aus seiner täglichen Praxis. Michael zeigte die besondere einfache Einrichtung und Organisation von ProcessWire auf und konnte dort mit
sehr tiefen Fachwissen glänzen, wie ich fand.

Das Backend machte bei der Vorstellung einen sehr aufgeräumten Eindruck und Michael zeigte sehr gut an treffenden Beispielen auf, dass dieses CMS sehr Benutzerfreundlich für einen Kunde konfiguriert werden kann. Bestes Beispiel für den Dienst am Kunden ist, dass dieser nicht mehr alle Arbeiten an seinen Webdesigner delegieren muss. Sondern einmal eine kurze Einweisung von Michael erhalten hat – in der Lage ist – die Seiteninhalte selbst ändern oder einpflegen zu können.

Zum Frontend kann man sagen, dass mehrere Templates sich leicht von einem Webentwickler oder auch Webdesigner umsetzen lassen. Dies erleichtert natürlich dem Webentwickler die Arbeit sehr, die Struktur ist einfacher zu verstehen als z.B. die Blogsoftware WordPress. Der größte Vorteil von ProcessWire liegt sicherlich in der Zeitersparnis bei der Umsetzung neuer Webprojekte.

Selbst habe ich mir bereits ProcessWire lokal auf meinem Notebook eingerichtet um es ein bisschen zu testen, kann mir sehr gut vorstellen meine Kenntnisse dort zu vertiefen, sollte ich dafür Zeit finden.

Responsive Webdesign

Das Thema „Responsive Webdesign“ ist noch ein sehr junges Thema. Persönlich konnte ich bereits erste Erfahrungen mit Media Queries sammeln. Dabei ist es mir aber noch nicht gelungen tief ins Thema einzusteigen.

Da ich selbst gerne neue Designs entwerfe und dabei gerne auf verlässliche Tools wie mein Lieblingstool YAML HTML/CSS Framework von Dirk Jesse zurückgreife und bevor die neue YAML Version 4.0 heraus kam an die Optimierung für mobile Endgeräte interessiert war – stieß ich damals auf den Blogeintrag der Friedrich-Alexander-Universität zu diesem Thema.

Im Grunde kommt es auf 2 Sachen bei der Optimierung einer Website an. Diese wären, dass man im Head des HTML-Dokuments den Viewport über einen Meta-Tag hinzufügt (vereinfacht dargestellt) und in einer überschreibenen CSS-Datei die Anpassungen fürs z.B. 1-Spaltige Layout für Smartphones definiert und die vorherigen Angaben überschreibt. Dabei fragt man anhand von Media Queries den zur Verfügung stehenden Platz ab.

Der Referent Niels Rohrweber konnte anhand einiger interessanter Beispiele den Einstieg ins Thema vermitteln und konnte mit tiefergehenden Kenntnissen glänzen – wozu Media Queries sonst noch so in der Lage sind. Insgesamt habe ich noch etwas dazu gelernt.

Front End Performance

Muss sagen der Vortrag von Nikolas Schmidt-Voigt war für mich mit Abstand die beste Session des diesjährigen SummerCamps in Alfeld! Die flinke Auslieferung von Webinhalten ist eins der meist unterschätzten Themengebieten im Web. Nikolas verstand es, technische Details verständlich zu erörtern.

Kleinigkeiten machen den Unterschied aus, ob eine Seite schnell ausgeliefert werden kann. Dabei kann es auf die Reihenfolge von HTML-Tags im Head des HTML-Dokuments ankommen oder aber auch ob ein a-href einen Link enthält. Des Weiteren gilt es zu Beachten, dass JavaScript zum Ende kurz vor dem Body-Tag kommt und dieses im besten Falle wiederum nur ein kurzer Code-Snippet ist, welches weitere JavaScripte einbindet.

Zusätzlich kommt es darauf an beim Caching-Verhalten die richtigen Servereinstellungen zu wählen. Dabei ist ein eindeutiger Seitenaufruf sehr hilfreich. Dies bedeutet man sollte sicherstellen, dass eine Seite nicht über verschiedene Links aufgerufen werden kann.

Bei der Definition von Klassen und Ids um bestimmte Elemente im HTML-Dokument mit Hilfe von CSS zu formatieren – sind in bestimmten Fällen Ids zu bevorzugen. Da diese eindeutiger sind.

Warte bereits sehnsüchtig darauf, dass Nikolas seine Folien endlich auf dem Blog Kawumba http://www.kawumba.de/, wie versprochen, Online stellt.

SEO nach Pinguin

Willkommen im Reich der Mythen und Legenden. SEO ist schon ein faszinierendes Thema! Es ist Vergleichbar mit der Gier nach mehr… Welche im Wesen Mensch schlummert oder von unserer heutigen Gesellschaft propagiert wird.

Torsten Maue führte mit seinem Vortrag durch die Welt der Suchmaschinenoptimierer und war dabei sehr realistisch in seinen Einschätzungen. Dabei wurden die Auswirkungen des letzten Google Algorithmus Update Pinguin besprochen.

Nach Torsten`s Meinung (wenn ich Ihn richtig verstanden habe) leiden besonders Online-Shops unter dem Pinguin Update. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass Produkte aus Online-Shops häufig mehrmals im Netz mit der gleichen Beschreibung unterwegs sind und daher nicht genügend eigenen Inhalt besitzen – wie Ihn Google gerne sehen möchte.

Insgesamt fand ich Torsten Theorien sehr interessant – wie man seine Platzierung wieder verbessern könnte und welche Alternativen z.B. Pinterest für Online-Shops bietet. Wer sich dafür interessiert kann sich ja mit Torsten in Verbindung setzen.

Blogger 101

Kai Thrun konnte bei seinem Vortrag auf seine langjährigen Erfahrungen als Blogger zurückgreifen und konnte sehr anschaulich vermitteln mit welchen Anfangsproblemen ein Blogger u.a. zu kämpfen hat. Kai handelte das Thema sehr realistisch ab ohne dabei die Details außen vor zu lassen. Mich persönlich erstaunte die Detailreiche des Vortrages und worauf man beim Bloggen überall achten kann oder sollte.

Der Vortrag überstieg das vorgesehende Zeitlimit glaube ich maßlos ohne dabei langweilig zu werden. Sehr schnell wurde dem Zuhörer klar, dass Kai sein Bloggen professionalisiert und immer wieder nach neuen Möglichkeiten sucht seine Beiträge interessanter, abwechselungsreicher und leserfreundlicher zu gestalten.

Am besten Gefallen hat mir die sehr lange und ausführliche Fragerunde am Schluss, welche in eine sehr interessante Diskussion gemündet ist. Dabei wurde mir persönlich sehr deutlich aufgezeigt – mit wieviel Neugierde und Leidenschaft Blogger zu werke gehen. Die ehrlichen Einschätzungen und Meinungen der Runde werden bei mir länger nachwirken, glaube ich. Das Thema bloggen wird mich noch ne Weile beschäftigen.

Wer sich die Vortragsfolien angucken möchte – kann dies tun. Kai hat seine Präsentation „Bloggst Du schon oder schreibst Du noch das Internet voll?“ bei Slideshare zur Verfügung gestellt
http://www.slideshare.net/kaithrun/bloggst-du-schon-oder-schreibst-du-noch-das-internet-voll-10251192

Fazit

Ein rundum gelungenes Wochenende, mir hat es sehr viel Freude bereitet den interessanten und abwechslungsreichen Vorträgen zu folgen. Die Location tat sein übriges dazu bei, dass man schnell mit den Anderen in Kontakt kam. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und wenn es wieder ein BarCamp in Alfeld geben sollte möchte ich gerne wieder daran teilnehmen.

Recaps

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